Die 7 Säulen der Achtsamkeit

Sind Sie jetzt da?  Ich meine …so richtig…?  Sind Sie gerade präsent, wach und sich ihrer Lebensenergie bewusst?
Spüren Sie Ihre Füße auf dem Boden, und nehmen Sie den Fluss ihres Atems wahr?
Glückwunsch! Denn dann sind Sie in diesem Moment präsenter als die meisten anderen Menschen! Tatsächlich sind viele Menschen die meiste Zeit des Tages zu etwa 40 % mental mit der Vergangenheit und zu 50 % mit der Zukunft beschäftigt!
Ja, genau! Die meisten sind mit ihrer mentalen Energie nur zu 10 % im JETZT!
Ganz schön wenig, wenn man bedenkt, dass alle Erlebnisse, Genüsse, jede Erfahrung, ja, das Leben selbst immer nur jetzt stattfindet!
Wer also mehr vom Leben haben will, schult seine Aufmerksamkeit.
Wir Permantiers pflegen besonders im Urlaub eine schöne Familientradition. Fragt ein Kind wie spät es ist, bekommt es meist die Antwort: “Jetzt!” – Diese Antwort kriegen wir dann im hektischen Alltag gelegentlich von Ihnen zurück serviert. Warum auch nicht? Erinnerungen brauchen die Erwachsenen schließlich auch ;-)
Wenn Sie solche Erinnerungen auch brauchen, können Sie sich diese Uhr zulegen!
Oder Sie nutzen diese fantastische Achtsamkeit-App.

Achtsamkeit ist eine Praxis, die ursprünglich aus dem buddhistischen Raum kommt, aber bei genauerer Betrachtung in allen Hochreligionen zu finden ist.
Dem Amerikaner Jon Kabatt Zinn ist es zu verdanken, dass das Thema auch in der westlichen Medizin ein zu Hause gefunden hat.
Seit Jahrzehnten forscht und arbeitet er mit der Methodik in seinen Stresskliniken.

Themen wie Meditiation und Achtsamkeit haben längst das Feld der Esoterik verlassen und sind in Forschung und Wirtschaft angekommen.
So weiß die  Zeit  etwa, dass bei Bosch, Siemens und sogar der Deutschen Bank bereits meditiert wird.

Was bringt Achtsamkeit?

Wenn Sie mit mehr Aufmerksamkeit im Moment sind, in ihren Empfindungen und Wahrnehmungen, wird nicht nur ihr Geist freier. Viele Studien (und es gibt einen wahren Boom an Studien dazu) zeigen, dass sich das Stress- und Schmerzempfinden verringern und insgesamt die Lebenszufriedenheit und Glücksempfinden steigern lasse.
Mein Kollege Roland Kopp Wichmann hat ein lesenswertes E-Book zu diesem Thema geschrieben, das nicht mehr als eine Tasse Kaffee kostet.
Das Buch “Gesund durch Meditation” von Jon Kabatt-Zinn ist ein Klassiker und auch sehr lesenswert!

Man muss allerdings kein Buch lesen! Anfangen können Sie sofort! Und zwar jetzt und hier!
Und auf diese 7 Aspekte können Sie achten:

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Unser Geist wertet fast ununterbrochen.
Die Schubladen tun sich auf und Dinge wie Menschen sind dann cool, angenehm, unangenehm, langweilig, klasse.
Dieses permanente Urteilen färbt die Wahrnehmung beträchtlich und macht den Geist enger. In der Praxis der Achtsamkeit versuchen Sie eine Beobachterperspektive einzunehmen und den Geist zu weiten.
Etwas in Ihnen kann wahrnehmen, dass Sie gerade beurteilen.
Dieses Etwas, das wahrnimmt, ist frei von Urteilen. Ein Zeuge ihres Daseins!
Sie erkennen den “Zeugen” in ihrem Bewusstsein daran, dass er nichts will, auch nicht anders sein will. Es ist vielmehr ein Raum, in dem alle anderen Wahrnehmung und Empfindungen geschehen. In diesem Jetzt-Raum gibt es keine Grenzen. Ein Ort der Erholung, den Sie mit ihrem Geist immer und jederzeit aufsuchen können!

2 Geduld

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Ja, Geduld, verflixt noch mal! ;-) Die brauchen Sie auch! Wenn Sie anfangen, sich in Achtsamkeit oder Meditation zu üben, werden Sie wahrscheinlich mit einigen unruhigen Geistern konfrontiert, die dann vielleicht so klingen:
“Langweilig, “Das ist nichts für mich”, “So eine Zeitverschwendung”.
Geduld ist ein Aspekt des liebevollen Umgangs mit sich selbst. Sie zwingen sich also nicht, sondern bringen sich liebevoll und behutsam wieder in den Moment zurück. Übrigens: Hier gilt einmal mehr: Mut zur Lücke! Denn In der Lücke, zwischen all diesen Stimmen, liegt die Stille. In dieser Stille zwischen den Gedanken ist sie spürbar, die lebendige Lebenskraft und Weite des Geistes.
Falls Sie Lust haben, sich in Geduld zu üben, machen Sie es so wie ein Bekannter von mir.
Er nimmt im Supermarkt immer die längere Schlange an der Kasse. Einfach nur um sich in Geduld zu üben.

3 Den Geist des Anfängers bewahren

Erinnern Sie sich noch daran, wie Sie Fahrrad fahren gelernt haben? Oder Skateboard fahren?
War das nicht aufregend, frisch und neu? Gehen Sie doch noch einmal in diesen Anfängergeist hinein!
Schauen Sie sich ´mal dort um, wo Sie jetzt gerade sind und betrachten Sie ein Ding oder auch einen Menschen so, als hätten Sie es/ihn noch nie zuvor gesehen.
Fragen Sie sich doch einmal: Wer könnten Sie sein, wenn Sie Ihren Partner oder Ihre Kollegen ohne vorgefertigte Erwartungen und Meinungen betrachten könnten? Wie könnten Sie empfinden, wenn Sie den frischen und neugierigen Geist des Anfängers öfter in sich erleben könnten?

4 Vertrauen

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Bei genauerer Betrachtung brauchen wir für alles im Leben Vertrauen. Sie wissen nicht, ob Sie die Straße vor der Haustür heil überqueren werden, aber Sie vertrauen darauf. Sie wissen auch nicht, ob Sie in Ihrem Job immer Erfolg haben werden, aber sie vertrauen sich selbst. Wer sich mehr und mehr auf den Pfad der Achtsamkeit begibt, entwickelt ein wachsendes Vertrauen in die eigene, innere Weisheit.
Schlaue Bücher sind zwar eine feine Sache, aber die Weisheit des eigenen Herzens hat eine andere Qualität.
Sie entspringt dieser Stille, die Sie mehr und mehr erforschen können und die wir eigentlich SIND. Und je mehr man in diese Stille einzutauchen vemögen, desto authentischer können Sie Sie selbst sein. Wer denn auch sonst? Alle anderen gibt es schließlich schon!

5 Nicht-Greifen
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“Das will ich haben”, dieses Gefühl kennen Sie ganz sicher! Etwas zu wollen, vielleicht sogar sehnsüchtig zu wollen, kann den Geist ganz schön besetzen. Leicht ist es noch, wenn sie ein tolles Auto sehen, das leider ihr Budget sprengt. Schwieriger wird es, wenn wir uns bestimmte Menschen, Situationen und Gefühle herbei wünschen, die gerade einfach nicht da sind.
Wenn Sie etwas wollen, das jetzt nicht da ist, bleiben Sie im Sehnen stecken und verpassen die ganze Fülle des Jetzt.
Wer schon einmal meditiert hat und in den Genuss wirklich tiefer, schöner Zustände gekommen ist, tappt leicht in diese Falle hinein. “Da will ich wieder hin” oder “gleich bin ich wieder da” ist häufig der unbewusste Gedanke, der uns davon abhält einfach wieder im Moment zu sein, im Zeugenbewusstsein. Denn “gleich da sein” ist nun einmal nicht “hier sein” und es fühlt sich auch ganz anders an!

6 Akzeptanz

Ich habe eine sehr liebenswerte Freundin. Man könnte sagen, sie hat ein Handycap, denn sie wiegt über 100 Kilo. Jahrelang hat sie dagegen gekämpft. Vergeblich. Heute ist Ihr Umgang damit von authentischem Selbstbewusstsein, Akzeptanz und einer zauberhaften Selbstironie geprägt. So tanzt sie etwa leidenschaftlich gern zum Peter Fox´Song “Schüttel Deinen Speck” und taucht zu Karneval im Elefantenkostüm auf.
Ich bewundere sie dafür, denn Übergewichtige müssen neben den eigenen Bewertungen auch viele Bewertungen von außen aushalten.

Zu akzeptieren, was ist, kann wahnsinnig schwer sein!
Besonders, wenn es um schwierige Lebenssituationen, Krankheiten oder Verluste geht. Es ist auch nicht immer leicht zu unterscheiden, was es zu akzeptieren gilt und wo sie mit einer Veränderungsenergie heran gehen sollten. Wenn Sie etwa krank sind, können Sie gleichzeitig das Kranksein annehmen und auf einer anderen Ebene dafür sorgen, dass sie wieder gesund werden. Das ist mitunter ein Balanceakt. Doch Akzeptanz kann Türen öffnen, denn innerer Widerstand gegen die Realität kommt einer inneren Kriegserklärung gleich. Hinter der Tür der Akzeptanz liegt Frieden.

Ihren Frieden gefunden hatte auch eine erstaunliche Frau, deren Geschichte mich sehr berührt hat. Mit schier engelhaftem Gleichmut verbrachte sie unfassbare 60 Jahre in einem Krankenhaus und transformierte ihr Leiden so weit, dass sie vielen Menschen eine Hilfe sein konnte. Die unglaubliche Geschichte der Hannelore Setter

Eine kleine nicht ganz ernst zu nehmende Hilfe ist dieser Button hier  Make everything OK  Immerhin bringt der Button mich jedes mal zum Schmunzeln…..und das hilft bekanntlich ja auch schon!

7 Loslassen

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Mir fällt es schwer, den Sommer loszulassen!  Sommersonne auf der Haut ist einfach wunderbar! An bestimmten positiven Gefühlen hängen wir so sehr, dass wir sie immer wieder heraufbeschwören wollen. Ich übe mich also jetzt im Loslassen.
Jon Kabatt-Zinn lässt seine Patienten am Anfang ihres Klinik-Aufenthaltes 3 Ziele aufschreiben. Etwa: “Blutdruck senken, schmerzfrei werden, gelassener werden.” Dann empfiehlt er ihnen die Ziele wieder loszulassen. Wer etwas zu sehr erreichen will, erzeugt Spannung im Geist. Wo Spannung ist, kann keine Gelassenheit und auch keine echte Freude sein. Erstaunlicherweise erreichen viele Patienten ihre Ziele trotz oder wegen dieser Methode.
Wenn Sie eine Vorstellung gar nicht loslassen können, weil der Gedanke zu mächtig ist, können Sie sich auf das Festhalten fokussieren. Festhalten ist das Gegenteil von Loslassen. Halten Sie bewusst und mit aller Macht an dem Gedanken fest.
Was geschieht dann? Erforschen Sie ihr Festhalten. Was gibt ihnen diese Vorstellung? Loslassen heißt übrigens nicht etwas verdrängen, unterdrücken oder zurückweisen. Es ist eher etwas sehr Sanftes. Sie lassen die Gedanken tun, was immer sie wollen. Sie dürfen kommen, sie dürfen gehen, während ihre Aufmerksamkeit einfach bei ihrem Atem und in ihrem Körper bleibt. Moment für Moment.

Falls Achtsamkeit noch tiefer erfahren wollen, können Sie natürlich auch ein Seminar zu diesem Thema bei mir buchen oder besuchen.

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