Blogstöckchen “This is how I work”

Blogstöckchen “This is how I work”

Mein Bloggerfreund und geschätzer Kollege Roland Kopp-Wichmann hat mir ein Blogstöckchen zugeworfen.

Das ist eine Art Staffelstab für Blogger. Ich beantworte hier also Fragen, die andere Blogger auch beantwortet haben.

Und schon geht´s los:

Blogger-Typ:

Ich bin eine reine Lust-Bloggerin. Man könnte auch sagen: Ich bin, was das Bloggen betrifft, noch immer in der
Findungsphase ;-)

Wenn ich eine gute Idee habe, mache ich etwas dazu. Das kann ein Interview sein, ein Artikel oder auch ein kleiner Impuls, den ich gerade habe. Es kann allerdings viel Zeit zwischen den einzelnen Beiträgen liegen. Ich schreibe auch gelegentlich Gastartikel in anderen Blogs wie z.B. bei Roland Kopp-Wichmann oder bei Jochen Mai (Karrierebibel). Da mein Blog nicht so bekannt ist, bringt das häufig mehr Resonanz und außerdem ist es klasse sich mit guten Bloggern zu vernetzen.

Gerätschaften digital:

Mein MacBookPro und mein ipad. Als kinästhetischer Mensch genieße ich die schöne Haptik und das elegante Design von Apple. Bei aller Kritik an den Konzernstrategien: Im Design sind sie nun mal Spitze! Ich streichle das MacBook manchmal immer noch ;-)

Ach ja, und das iphone natürlich. Ich telefoniere allerdings nicht so gern und kommuniziere am liebsten via Mail. Das liegt auch daran, dass ich vormittags häufig in Coachingsitzungen oder Seminaren bin und nachmittags in der Regel von 5-8 Kindern umgeben bin. Ein Haus mit drei Kindern ist ein Magnet für alle anderen Kinder in der Umgebung.

In diesem Trubel mag ich einfach nicht gern mit Kunden telefonieren.

Gerätschaften analog:

Ich arbeite fast ausschließlich digital. Da gibt es nichts explizit Analoges mehr. Ich führe auch sämtliche Kalender nur noch digital. So haben wir etwa einen Online-Familienkalender, mit dem wir unser logistisch anspruchsvolles Familienleben organisieren. Wir haben drei Kinder im Alter von 8/11/14 Jahren. Gerade in den ersten Jahren war die Organisation der Betreuung eine große Herausforderung. Ich war durch die Seminare viel unterwegs und es gibt auch keine Großeltern in der Stadt, die mal hätten einspringen können. Früher haben mein Mann und ich uns 100-te von Orga-Mails geschickt. Heute tragen alle ihre Termine im Online-Kalender ein und unser Babysitter hat auch Zugriff dazu. Im Büro pflege ich mit meinen Kolleginnen auch einen gemeinsamen Online-Kalender, um die Coachingräume zu organisieren. Termine mit Klienten werden sofort in den Mac eingetragen, einschließlich Erinnerungsfunktionen! Manchmal notiere ich mir etwas auf einem Notizblock, aber das war´s dann auch schon. Das einzige, was unbedingt analog sein muss, sind Mindmaps, mit denen ich meine Seminare plane. Diese Mindmaps geben mir kreative Kraft und ein Gefühl der Vertrautheit. Ansonsten ist meine Handschrift leider verkümmert. Tippen (10 Finger blind) geht einfach schneller und macht mir auch mehr Freude.

Arbeitsweise:

Wenn ich ein Thema habe, das mich lockt, gestaltet sich im Kopf die Kernbotschaft. Dann schreibe ich den Rest einfach auf.

Gute Aufhänger sind Geschichten, die ich erlebt oder die Klienten mir erzählt haben.
Ich lese selbst gerne Fallgeschichten oder Artikel, die gute Geschichten erzählen.
Ich lasse den Artikel dann noch eine Nacht liegen, schaue am nächsten Tag drüber und schwupps geht es online.

Als Gelegenheitsbloggerin erziele ich mit dem Blog keine große Reichweite. Es ist allerdings nützlich (potentiellen) Kunden Links zu Artikeln zu senden, die ich irgendwann einmal verfasst habe. Daher verfasse ich manchmal Artikel, die zu bestimmten Auftraggebern oder Seminarthemen passen. Ich versuche einfach möglichst mehrere Fliegen mit einer Klappe zu schlagen.
Das ist mein Verständnis von Effizienz.

Welche Tools nutzt du zum Bloggen, Recherchieren und Bookmark-Verwaltung?

Die Lesezeichenliste im Mac nutze ich, um mir bestimmte Artikel zu merken. Im Moment bin ich von Scribol fasziniert. Das ist ein Videotool, mit dem man sehr schöne Videoanimationen herstellen kann. Es lohnt sich mitunter bei Youtube zu recherchieren. Youtube bietet mittlerweile sehr viel brauchbares Lernmaterial und durch die Verknüpfung von visuellem und auditivem Material fällt es mir leicht dort zu lernen.

Ich habe mir z.B, das Schneiden von Videos komplett über Youtube-Tutorials beigebracht. Genauso die Handhabung von Skribol. Wenn irgendwo mal ein Programm hakt oder du nicht weißt, wie etwas geht:

Erst mal bei Youtube schauen! Irgendjemand hat zu Deiner Frage ein Antwort-Video erstellt! Danke, liebes Internet!

Hier ist ein Video zum Thema “Nein-Sagen”, das ich mit Skribol gemacht habe.
Nein-Sage-Strategien

Wo sammelst du deine Blogideen?

Ich lasse mich durch das Leben selbst, meine Seminarteilnehmer und die Themen, die meine Klienten ins Coaching bringen inspirieren. Ich bin immer wieder fasziniert davon, welche Windungen die menschliche Psyche hat. Ich lese kreuz und quer im Netz zu den Themen Training, Coaching, Therapie, Personalentwicklung, Persönlichkeitsentwicklung etc. Außerdem lese ich auch gerne gute Fachliteratur.

Was ist dein bester Zeitspar-Trick/Shortcut fürs Bloggen/im Internet?

Wer Lust auf Shitstorms hat, spart am besten Zeit durch Copy/Paste. Gar-Nicht-Bloggen ist die beste Zeitspartechnik! Nein, im Ernst: Wenn ich schon blogge, nehme ich mir bewusst Zeit dafür und genieße das auch! Dann lieber woanders sparen, z.B. bei Zeitfressern wie Facebook und Twitter.

Benutzt du eine To-Do-List-App?

Ich benutze www.teuxdeux.com, was ich ganz fantastisch finde. Außerdem schreibe ich mir Mails, bzw. Notes im Mailprogramm. Das klappt auch! Evernote finde ich auch prima, wegen der Suchfunktion, nutze es aber noch nicht konsequent.

Gibt es neben Telefon und Computer ein Gerät, ohne das du nicht leben kannst?

Nicht leben, naja..! Ich brauche nicht so viel zum Leben. Es gibt allerdings ein paar Geräte, die ich ganz schnell ersetzen würde, wenn sie kaputt gingen.

Meinen Milchschäumer zum Beispiel! Der macht irre guten Schaum! Im professionellen Kontext: Meinen Presenter! Da ich viele Vorträge halte, bzw. Seminare gebe, möchte ich nicht an meinem Laptop kleben, wenn ich spreche. Ich genieße es, mich frei im Raum bewegen zu können, während ich mein Publikum inspiriere.

Meinen Milchschäumer zum Beispiel

Meinen Presenter!

 

Gibt es etwas, das du besser kannst als andere?

Ich kann Fünfe gerade und den Anderen anders sein lassen.

Das kann ich so gut, dass mir Klienten die unglaublichsten Geschichten erzählen können und ich sie nicht beurteile oder gar verurteile.

Ich bleibe eher in einer entspannt, neugierigen Aufmerksamkeit und sowieso bei mir.

Im Alltag scheint mir diese Qualität auch zu helfen. Immerhin bin ich seit fast 20 Jahren verheiratet, und das auch noch glücklich ;-)

Außerdem kann ich – und das ist im beruflichen Kontext enorm wichtig – Menschen sehr gut lesen, einschätzen und abholen. Ich habe ein inneres, energetisches Bild davon, was ein guter Kontakt, ein gutes Seminar, eine gute Coachingsitzung  ist und orientiere mich daran.

Wenn etwas diesem Bild widerspricht, gibt meine Intuition mir ein Zeichen und ich folge ihr.

Und das ist eine weitere Qualität, die ich habe. Meine Intuition ist nicht nur gut, sondern ich lasse mich auch von ihr führen. Viele hören oder fühlen zwar die Zeichen, folgen ihnen aber nicht.

Ich folge…..fast immer zumindest….;-)

Was begleitet dich musikalisch beim Bloggen?

Meine gute Laune und die Lust am kreativen Prozess, sonst nichts. Ich liebe den Klang der Stille: Das ist die schönste Musik der Welt!

Stille ist unglaublich lebendig. Aus der Stille strömt die Lebensenergie und für mich ist es das schönste überhaupt, damit in Kontakt zu sein und diesen immer währenden Fluss zu spüren, während ich schreibe oder auch ganz andere Dinge mache.

Ich höre auch manchmal Musik. Aber es muss Musik sein, die eben diese Lebensenergie ins Schwingen bringt, sonst drücke ich den Aus-Knopf.

Wie ist dein Schlafrhythmus – Eule, Nachtigall oder Lerche?

Fehlt da nicht noch eine Kategorie? Murmeltier? Also ehrlich: Schlafen ist eines meiner liebsten Hobbies! Ich schlafe gerne, lange und vieeel! Schlafstörungen kenne ich nur aus den Medien.

Leider muss ich im Alltag wegen der Kinder früh aufstehen – also kurz vor Sieben. Das fällt mir nicht leicht!

Schlafen ist für mich mehr als nur Ausruhen. Ich träume nämlich viel!

Als leidenschaftliche Träumerin  hole ich mir in Träumen Rat und kreative Kraft.

Eher introvertiert oder extrovertiert?

Die meisten Leute sehen mich eher extrovertiert. Ich mich auch. Im Trainingsbereich tummeln sich sowieso viele extrovertierte Typen. Ich fühle mich einfach richtig wohl in dieser Rolle und es fällt mir leicht, Gruppen durch einen Trainingstag zu führen. Glücklicherweise bin ich nach Seminaren nur selten erschöpft.

Aber wie meine Kollegin Dr. Sylvia Löhken sagt: Introversion und Extroversion ist eher eine Skala, auf der wir uns bewegen. Neulich etwa war mein Mann mit unseren drei Kindern tagelang allein unterwegs.

Hach, war das schön! Rumschlenzen, lesen, allein sein, (fast) niemanden sehen! Ich lebe also durchaus meine introvertierten Seiten aus, nur komm´ ich so selten dazu….!

 

Wer sollte diese Fragen auch beantworten?
Wäre toll, wenn diese symphatischen Blogger sich auch zu diesem Thema äußern!

 

Der beste Rat den du je bekommen hast?

Auf die Arbeitsweise bezogen: Never handle a piece of paper twice!
Ein einfacher Rat. Wenn man ihn umsetzt, kann man viel Zeit sparen und schneller Entscheidungen treffen.
Außerdem: Dinge beenden, die man angefangen hat und das Wichtigste bzw. Schwierigste am Anfang des Tages machen. Das gibt mir das Gefühl, etwas geschafft zu haben.

Der beste Rat für´s Leben?
Wie ich schon oben gesagt habe, empfinde ich das Spüren des Lebensstroms in mir als das Kostbarste überhaupt.
Es hat aber einige Jahre gebraucht, um diese lebendige Stille in mir überhaupt wahrnehmen zu können.
Ich habe in diesem Zusammenhang oft an der falschen Stelle gesucht. Ich wollte immer “verstehen”. Verstehen wollen ist normalerweise nützlich, hilft aber gar nicht, wenn man diese spezielle Ebene ausloten möchte.

In diesem Prozess bekam ich vor Jahren folgenden Rat, der mich damals wie ein Schwertschlag getroffen hat.

“Der Verstand ist für Dich keine Herausforderung. SEI! Das ist die Herausforderung!”

2 Gedanken über “Blogstöckchen “This is how I work”

  1. Roland Kopp-Wichmann

    Hallo Birgit,
    schön, dass Du den Staffelstab aufgefangen hast. Und dann so einen interessanten Einblick in Dein Berufs- und Privatleben: Eine Familie, die ihre Termine komplett digital organisiert – und der Babysitter hat auch Zugriff auf den Familienkalender. Da könnte ich ja glatt einen neuen Blogartikel drüber schreiben. ;-)

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